< zurück    HOME    vorwärts >

Lokalbahn als Stadtbahn

Nächster Halt Mirabell

Genau die Verknüpfung der Systeme Lokalbahn (Gleichstrom) und Bundesbahnen (Wechselstrom) zeigt auf, daß der „Zweite Schritt“ ein wei­chen­­stel­len­des Maßnahmenbündel sein muß, das allen Zielvorgaben auch in der Zukunft gerecht wird. Der Frage der Fahrzeugbeschaffung kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu und mit ihr die Frage der Verbindungsstrecken zwischen Bundesbahn und Lokalbahntunnel. Aufgrund der weltweit beach­teten Erfolge des Karlsruher Modelles kann es eigentlich keine andere Antwort geben, als Zweisystem-Stadtbahn-Triebwagen mit 2.65 m Breite (Bedingung Tunnel) und den beiden Stromsystemen 1000 V Gleichstrom (SLB) bzw. 15 kV-Wechselstrom (ÖBB, DB).

Als Verbindungsstrecken zwischen den Bundesbahnen und dem Lokalbahntunnel bieten sich zwei Bereiche an.

Das bestehende Verbindungsgleis in der Bahnhofstraße kann elektrifiziert, mit einer Systemtrennstelle Gleichstrom/Wechselstrom und der Haltestelle „Guter Hirte“, unmittelbar neben dem gleichnamigen Gasthof, ausgestattet werden. Auf knapp 400 m auf der alten Ischlerbahntrasse können die Gleise zwischen dem Verbindungsgleis und der Tunnelrampe geführt werden. Dafür existiert bereits eine Planung. Eine Verbindungsgleislösung wurde in mehreren unterschiedlichen Diskussionsrunden parallel gefunden, da man aufgrund der ÖBB-Planungen sie offen auszusprechen noch zögerte. Im Bereich Schwarzstraßenbrücke und Max Ott-Platz bietet sich eine logische Verbindung vom bayerischen Ast über eine Rampe mit Systemtrennstelle in den Tunnel Richtung Mirabellplatz an.

Die fertige Planung von Dipl.-Ing. Herbrich über den rund 650 m langen Tunnel zwischen bestehendem Lokalbahnhof und der Station „Mirabell“ müßte um die Einbindung der bayerischen Rampe erweitert werden. Beim Bau des neuen Kongreßhauses wurde bereits die notwendige Schlitzwand für den Regional-Stadtbahntunnel bis Mirabell mitgebaut. Die Station „Mirabell“ ist als Detailplanung vom Büro Dipl.-Ing. Herbrich fertig und bildet den vorerst krönenden Abschluß des „Zweiten Schrittes“. Ein im Zuge des Baues der Station „Mirabell“ neu zu konzipierender Busterminal, wie vor Jahren von Stadtwerkedirektor Dutka vorgeschlagen, könnte die Platzverhält­nisse des Busterminals am Hauptbahnhof entschärfen.

Während des „Zweiten Schrittes bis Mirabell“ ist es sinnvoll, weitere Schritte der Regional-Stadtbahn in Planungs- und Baulose zu gießen und alle dafür notwendigen weiteren Voraussetzungen zu schaffen. Ein solches sinnvolles Baulos wäre die „Messestadtbahn“ zwischen der SLB-Station „Maria Plain - Plainbrücke“ und dem Salzburger Ausstellungszentrum, bzw. weiter bis zu einer Park- & Ride – Anlage „Liefering-Autobahn“ neben dem Straßenbau­hof.

Mit dem SCHIG (Schieneninfrastruktur-Gesetz) wurden auf Bundesebene finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, die für die Regional-Stadt-Bahn Salzburg genützt werden können. Nun muß der „Zweite Schritt“ nur mehr getan werden.

MASSNAHMENBÜNDEL – „Nächster Halt Mirabell“

  1. Systementscheidung und Ankauf von Zweisystemwagen für SLB, ÖBB, DB-AG
  2. Planungsausweitung Rampe „Ernest-Thun-Straße“
  3. Bau Stadtbahntunnel Salzburg LB bis Mirabell inklusive Rampe „Ernest Thun-Straße“
  4. Bau der Regional-Stadtbahn-Station „MIRABELL“
  5. Planung und Bau Verbindungsgleis Bahnhofstraße inklusive Rampe „Wienerdamm“
  6. Bau der Haltestellen „Guter Hirte“, „Sam“, „Warwitz“, „Mülln“ , „Aiglhof“, „Taxham“ und „Kleßheim-Liefering“
  7. Busterminal „MIRABELL“ mit Anpassung des Busnetzes an die neuen Schienenäste
  8. Messestadtbahn mit Salzachbrücke und Park & Ride-Anlagen
< zurück    HOME    vorwärts >
© AGRE, 1996 - 2007
Letzte Aktualisierung: 21.05.2007, 23:43:25